20 Verdeckte Ängste mit Human Design mit Leichtigkeit meistern und für dich einsetzen

20 Verdeckte Ängste mit Human Design mit Leichtigkeit meistern und für dich einsetzen

Ängste mit Human Design meistern

Ängste können dich blockieren oder motivieren. Sie zeigen sich mit verschiedenen Gesichtern und in verschiedenen Formen. Manche Ängste begleiten dich ein ganzes Leben lang, ob es dir bewusst ist oder nicht. Dabei ist es nicht falsch. Ängste sind wichtig, um dein Überleben auf diesem Planeten zu sichern.

Wie wäre es, wenn du deine Ur-Ängste aus deiner Blaupause ablesen und bewusst damit umgehen könntest?

Genau das macht das Human Design System. Es macht die unbewussten Themen bewusst und zeigt dir auf, welche Geschenke und Superkräfte in dir schlummern. Ich lade dich ein, tiefer in das Thema Bewusstsein einzusteigen und aus deinen Ängsten die Motivation zu ziehen, die du brauchst, um deinem Seelenplan zu folgen.

Einleitung: Angst als evolutionsbiologischer Mechanismus

Angst ist einer der ältesten Mechanismen des menschlichen Nervensystems. Evolutionsbiologisch dient sie dem Überleben. Innerhalb von Millisekunden reagiert der Körper auf wahrgenommene Bedrohungen, aktiviert Stresshormone wie Adrenalin und versetzt uns in erhöhte Aufmerksamkeit. Dieser Prozess geschieht zunächst unabhängig vom Denken. Angst ist zuerst eine körperliche Intelligenz.

Gleichzeitig ist Angst kein einheitliches Phänomen. Neurowissenschaftlich lässt sich unterscheiden zwischen instinktiver Angst, die unmittelbar auf Gefahr reagiert, kognitiver Angst, die durch Gedanken und Zweifel entsteht, und emotionaler Angst, die sich auf zukünftige Szenarien bezieht. Angst zeigt sich also auf unterschiedlichen Ebenen unseres Erlebens.

In meinem Artikel „Die 5 Gesichter der Angst“ habe ich die verschiedenen Erscheinungsformen von Angst im Alltag beleuchtet und beschrieben, wie sie sich psychologisch äußern können. In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter.

Das Human Design System differenziert Angst strukturell.

Es zeigt präzise, in welchen Bewusstseinszentren bestimmte Angstthemen verankert sind und wie sie individuell erlebt werden – abhängig davon, ob ein Zentrum definiert, undefiniert oder vollständig offen ist. Angst wird damit nicht als diffuse Emotion betrachtet, sondern als differenzierte Wahrnehmungsmechanik im energetischen Aufbau des Menschen.

Wenn wir verstehen, wo und wie Angst in unserem Design wirkt, verändert sich der Umgang mit ihr grundlegend. Sie wird lesbar. Und damit nutzbar.

Die drei Gewahrseinszentren im Human Design

Kopf und die Wurzel bilden die beiden Druckzentren im Human Design, die jeweils eine spezielle Art von Antrieb erzeugen. Der Kopf ist für den mentalen Druck zuständig, der den Drang weckt, Fragen zu stellen, Wissen zu erlangen und Zusammenhänge zu erkennen. Die Wurzel hingegen liefert den physischen Druck – sie ist eine regelrechte Adrenalinquelle, die unsere Antriebskraft freisetzt und den Impuls gibt, in Aktion zu treten, Herausforderungen anzugehen und mit Stress umzugehen.

Diese beiden Druckzentren sorgen dafür, dass Energie durch das System fließt und die Gewahrseinszentren erreicht. Dabei wirken zwei Grundkräfte: der Wunsch, Dinge zu „verstehen“, und der Antrieb, Dinge „zu tun“. Der Kopf stellt die Fragen und leitet die Energie ans Ajna weiter, wo sie zu Konzepten verarbeitet wird. Die Wurzel liefert die Urkraft des Überlebensdrangs und die Energie, das Leben vor

anzutreiben. Dieser Impuls wird auf seinem Weg durch die Milz, den Solarplexus und das Sakralzentrum weiter verfeinert, bevor er schließlich in der Kehle als Handlung oder Ausdruck nach außen tritt.

Gewahrseinszentren im Human Design

Milz, Ajna und Solarplexus sind die drei Gewahrseinszentren im Human Design, die als Hauptorte für Selbstbewusstsein und Selbsterkenntnis dienen. Während die übrigen sechs Zentren eher auf mechanischer Ebene funktionieren, fokussieren diese drei Zentren unsere Lebenserfahrungen energetisch in den Bereichen Körper, Verstand und Geist. Wenn die Energie dieser Zentren schließlich die Kehle erreicht, wird sie zum Ausdruck unseres bewussten Seins: als Überlebensbewusstsein (Milz), kognitives  Bewusstsein (Ajna) oder emotionales und soziales Bewusstsein (Solarplexus).

Wenn wir die drei Gewahrseinszentren mit dem Gehirn vergleichen, wird es plötzlich sehr greifbar. In der Neurobiologie spricht man vereinfacht vom sogenannten „dreigliedrigen Gehirn“: alte Überlebensstrukturen, das emotionale Zentrum und der denkende Neokortex. Auch wenn dieses Modell vereinfacht ist, hilft es, die Unterschiede zu verstehen.

Jedes dieser Gewahrseinszentren hat dabei eine spezifische Funktion:

Die Milz

Die Milz ist das älteste Gewahrseinszentrum und steht für die instinktive Intelligenz. Sie verleiht uns ein unmittelbares Gespür für Sicherheit, Wohlbefinden und potenzielle Gefahren. Hier geht es um das Überleben – körperlich und auf der materiellen Ebene. Funktional lässt sich die Milz mit den evolutionär ältesten Hirnstrukturen vergleichen, die für Schutz- und Stressreaktionen zuständig sind – häufig vereinfacht als „Reptiliengehirn“ bezeichnet.

Das Ajna

Das Ajna-Zentrum dient als Zentrum des konzeptionellen Denkens und der Analyse, in dem mentale Strukturen und Überzeugungen geformt werden. Es entspricht funktional dem Neokortex, insbesondere jenen Bereichen des Gehirns, die für logisches Denken, Bewertung und Konzeptbildung zuständig sind. Hier entstehen Zweifel, Gedankenschleifen und mentale Unsicherheit – nicht aus Überlebensdruck, sondern aus dem Bedürfnis nach geistiger Orientierung.

Der Solarplexus

Der Solarplexus schließlich ist das Zentrum der emotionalen Intelligenz und des Bewusstseins, durch das wir das gesamte Spektrum der Emotionen erleben und eine tiefere Wahrnehmung unserer inneren und äußeren Welt gewinnen. Neurobiologisch lässt er sich mit dem limbischen System vergleichen, in dem emotionale Erfahrungen verarbeitet und bewertet werden. Hier entsteht die emotionale Bewegung – und mit ihr auch die Angst vor Verlust, Ablehnung oder zukünftigen Entwicklungen.

Wie diese Formen von Angst erlebt werden, hängt jedoch nicht nur vom Zentrum selbst ab. Entscheidend ist, ob ein Gewahrseinszentrum in deinem Bodygraphen definiert, undefiniert oder vollständig offen ist. Erst hier zeigt sich, wie individuell Angst wirkt – konstant, verstärkt oder als reines Beobachtungsfeld.

Definition und Offenheit – wie Ängste unterschiedlich erlebt werden

Es geht beim Human Design, wie auch in vielen anderen Lehren der Wahrheit über das Sein, um Senden und Empfangen.

Das, was bunt in deinem Chart ist, ist definiert. Das bist du. Das ist das, was du in diesem Leben bist beziehungsweise die Skills, die Fähigkeiten, die dir zur Verfügung stehen. Das ist das, was du immer aussendest. Oft sind wir uns dessen, was wir sind, gar nicht bewusst, so wie ein Fisch auch nicht das Wasser um sich herum wahrnimmt. Wir atmen Luft, aber wir sind uns dessen sehr selten bewusst. Dennoch ist es überlebensnotwendig, dass wir Luft atmen. Dabei sind uns die Bereiche der Persönlichkeit, die Tore rechts neben deinem Bodygraphen noch eher bewusst als die des Designs. Das Design ist der linke Bereich, das sind die unbewussten Tore. Hast du eine Definition des Designs in den Gewahrseinszentren, wirst du vielleicht nie begreifen, warum du bestimmte Ängste hast, vielleicht vor Intimität, vor der Zukunft oder vor Oberflächlichkeit.

Das, was weiß ist in deinem Chart, ist das, was du von anderen empfängst. Hier prägen also andere Menschen deine Energie. Dagegen kann man sich nicht wehren. Wenn du also mit bestimmten Menschen zusammen bist, dich in ihrem Aurafeld aufhältst, empfängst du ihre Unsicherheiten und Ängste. Gehst du da wieder raus, ist wieder alles entspannt.

Das Human Design Experiment dauert 7 Jahre und lädt dich ein zu beobachten. Was gehört zu dir? Was gehört nicht zu dir?

Besonders im Bezug auf Ängste kann das der Gamechanger sein. Man sagt, du bist der Durchschnitt der 5 Personen, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Und hier ist die Erklärung dazu. Schauen wir uns im nächsten Abschnitt die Angstthemen der einzelnen Tore an.

Die Ängste der einzelnen Tore

Viele Menschen fragen sich, ob die in den Bewusstseinszentren beschriebenen Ängste nur dann wirken, wenn ein bestimmtes Tor im eigenen Design definiert ist. Die Antwort ist einfach: Die beschriebene Form der Nervosität oder Angst gehört spezifisch zu dem jeweiligen Tor. Nur wenn dieses Tor im Chart aktiviert ist, also farbig markiert, ist diese Form der inneren Bewegung auch tatsächlich Teil des eigenen Designs. Gleichzeitig kann ein offenes Zentrum oder ein nicht aktiviertes Tor dazu führen, dass man diese Themen über andere Menschen, Transite oder das Feld wahrnimmt – manchmal sogar sehr intensiv.

Milz – Tore und Ängste

Tor 48 Der Brunnen
(Tor der Tiefe)
Angst nicht genug zu sein.
Angst, nicht tiefgründig genug zu sein oder nach Tiefgang zu suchen, um die Angst zu lösen. 
Tor 57 Das Sanfte
(Tor intuitiver Klarheit)
Angst vor der Zukunft. Angst davor, was die Zukunft bringen könnte, hält dich zurück. 
Tor 44 Entgegenkommen
(Tor der Aufmerksamkeit)
Angst vor der Vergangenheit. Angst, dass der Ballast der Vergangenheit dich einholt. 
Tor 50 Der Kessel
(Tor der Werte)
Angst vor Verantwortung. Angst davor, Verantwortung zu übernehmen oder sich aus Angst zu viel Verantwortung aufzubürden. 
Tor 32 Dauer
(Tor der Kontinuität)
Angst vor Fehlern. Angst vor Fehlern hält dich zurück, das zu tun, was zu tun ist. 
Tor 28 Die Waage neigt sich
(Tor der Spieler)
Angst vor Tod / Bestimmung. Das Vermeiden von Risiken aus Angst. Angst davor, dass das Leben keine Bestimmung hat, bis man bestimmte Risiken auf sich nimmt. 
Tor 18  Arbeite an dem, was verdorben wurde (Tor der Korrektur) Angst vor Autoritäten. Angst vor Verurteilungen durch andere und/oder zu viel Selbstverurteilungen. 

Ajna – Tore und Ängste

Tor 47 Unterdrückung (Tor der Erkenntnis) Angst vor Sinnlosigkeit. Mentale Angst, dass das Leben sinnlos und erdrückend ist und man nie Klarheit findet. 
Tor 24 Die Rückkehr (Tor der Rationalisierung) Angst vor Unwissenheit. Mentale Angst, nie zur Erkenntnis zu kommen oder nicht erklären zu können, was man weiß. 
  Tor 4 Jugendtorheit (Tor der Formulierung) Angst vor Chaos. Mentale Angst, im Chaos zu versinken und nie Ordnung ins Leben zu bringen. 
Tor 11   Frieden (Tor der Ideen) Angst vor Dunkelheit. Mentale Angst, nie Licht oder Richtung zu finden, in Dunkelheit oder Leere zu verharren. 
Tor 43 Durchbruch (Tor der Einsicht) Angst vor Ablehnung. Mentale Angst, dass eigene Ideen zu schräg sind und nicht verstanden oder abgelehnt werden. 
Tor 17 Folgen (Tor der Meinung) Angst vor Infragestellung. Mentale Angst, dass die eigene Meinung angezweifelt oder herausgefordert wird. 

Solarplexus – Tore und Ängste

Stammeswelle – Bedürfnis

Tor 37 Familie (Tor der Freundschaft) Ängste vor Tradition. Ängste, einer Rolle innerhalb von Familie oder Gemeinschaft nicht gerecht zu werden oder sich darin zu verlieren.
Tor 6 Konflikt (Tor der Reibung) Ängste vor Intimität. Ängste davor, sich wirklich zu öffnen und dadurch verletzlich zu werden.
Tor 49 Revolution (Tor der Prinzipien) Angst vor der Natur. Nervosität, für eigene Überzeugungen abgelehnt zu werden. Sorge vor Konsequenzen, wenn man Werte hinterfragt oder sich gegen bestehende Strukturen stellt.

Individuelle Welle – Leidenschaft

Tor 22 Anmut (Tor der Offenheit) Angst vor Stille. Nervosität, ob man gehört wird. Zweifel, ob das, was man sagt, Bedeutung hat – oder ob überhaupt jemand zuhört. Die Stimmung bestimmt, ob man sich traut, sich zu zeigen.
Tor 55 Fülle (Tor des Geistes) Angst vor Leere. Nervosität, keinen Zugang zur eigenen Leidenschaft oder Begeisterung zu haben. Melancholie ohne konkreten Grund – das Gefühl, innerlich leer oder abgeschnitten zu sein.

Kollektive (abstrakte) Welle – Verlangen

Tor 36 Verdunklung des Lichts
(Tor der Krise)
Angst vor Unzulänglichkeit. Nervosität vor neuen Erfahrungen, besonders emotional oder sexuell. Die Sorge, den Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. 
Tor 30 Das anhaftende Feuer (Das Tor der Gefühle) Angst vor dem Schicksal. Nervosität über das, was passieren könnte – oder eben nicht. Wunsch nach intensiven Gefühlen gepaart mit der Angst, dass man nichts kontrollieren kann.

Diese Ängste begleiten dich. Es ist die Frage, ob du doch davon blockieren lässt oder sie als Motivation nutzt. Mit dem Bewusstsein und Wissen darüber entsteht die Bereitschaft, sich seinen Themen zu stellen. Nur so ist Wachstum möglich und du entfaltest mehr und mehr dein volles Potenzial.

Ängste strategisch nutzen

Ängste sichern dein Überleben in dieser dualen Welt, in diesem kosmischen Spiel. Ohne Ängste könnten wir nicht überleben. Wir würden verbrennen, uns stoßen, irgendwo herunterfallen, das Falsche essen oder alles verlieren. Ängste sind nicht schlecht und doch können sie uns blockieren. Im Human Design Experiment geht es darum zu erkennen, was zu dir gehört und was von außen konditioniert ist.

Die Ängste in deinem Design werden dich immer begleiten, um dich zu schützen. Die Ängste von Außen gehören nicht zu dir. Du kannst sie also einfach loslassen. Es ist ja nicht Dein Problem. Vielleicht bist du Coach, Führungskraft oder einfach Elternteil und hast die Idee, für jemanden verantwortlich zu sein (was eine Illusion ist), dann kannst du dieses Wissen nutzen, um den anderen besser zu begleiten.

Nimm deine Ängste immer ernst, denn hier ist ja ein Hinweis für dich versteckt. Heute nennt man es „Prokrastination“. Beobachte dich, wie ich es im Artikel über die Ängste geschrieben habe:

Wo gehe ich in Angriff?

Wo gehe ich in die Flucht?

Wo erstarre ich?

Wo schwinde ich in Müdigkeit oder Depressionen?

Wo kompensiere ich durch Essen?

Und wo erzähle ich mir selbst oder anderen Lügengeschichten, um besser dazustehen?

Ein Coaching kann dir dabei helfen, deine Themen anzugehen, während herkömmliche Therapien dich oft in den Ängsten gefangen halten, suche dir jemanden, der dir vermittelt: „Es gibt nichts zu fürchten. Dein Fahrer kennt den Weg. Habe Vertrauen und alles wird gut!“

Wenn du deine Ängste überwindest, dich ihnen stellst und darüber hinauswächst, sind wahre Wunder möglich.

 

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